Bali Teil 1 – Jimbaran und die Suche nach dem Traumstrand

Einen Monat nach unserer 11-tägigen Bali Reise habe ich nun endlich den Abstand gewonnen, den ich brauchte um euch einen schönen und übersichtlichen Reisebericht zu verfassen.

Vorab: Wir waren während unseres Aufenthalts in vier verschiedenen Teilen der Insel unterwegs; Jimbaran, Ubud, Nusa Lembongan und Seminyak. Dementsprechend und weil wir überall soviel erlebt haben – teile ich den Bericht in 4 Abschnitte auf.

Warum Bali?

Joel (mein Freund) und ich sind in unseren 3 Jahren Beziehung schon ein wenig rumgekommen. Wir waren zusammen in Kopenhagen, Malmö, London, Lissabon, Amsterdam und Österreich. All das waren wundervolle Reiseziele, jedoch bis her immer nur Städtetrips mit sehr viel Laufen, Sightseeing und noch mehr Laufen. Und außerdem hatten wir in der ganzen Zeit nicht ein einziges mal unsere Reisepässe genutzt. Wir hatten bei der Auswahl unseres Reiseziels also zwei Vorgaben: 1. Strandurlaub! 2. Außerhalb von Europa. 

Den zweiten Punkt haben wir dann wohl sehr ernst genommen. Nach ein wenig Research und dutzenden durchkämpften Fotostrecken zu Balis Traumstränden fiel unsere Wahl also auf Indonesien.

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Blumen an der Klippe des Uluwatu Tempels

Unser Ziel: Den perfekten Strand finden und einfach nur abschalten. Es kam jedoch alles etwas anders als geplant…

Allerdings began unsere Reise schon viel früher. Zwischen unserem Abflug am 29.08 und unserer Landung am Morgen des 31.08 hatten wir nämlich einen 12stündigen Aufenthalt in Singapur. Die Bilder seht ihr HIER

Ankunft –  Bluebird Taxi bitteschön!

Mein erster Tipp an alle Bali-Reisenden: Nehmt unbedingt ein Bluebird Taxi und lasst euch nicht von den Taxifahrern am Ausgang des Flughafens einlullen! Diese vereinbaren Festpreise die euch gegenüber nicht fair sind – Bluebird Taxis fahren mit Taxameter und sind somit wesentlich günstiger. Damit ihr ein Vergleichswert habt, wir haben für unsere Fahrt mit einem Bluebird nach Jimbaran 106000 IRP gezahlt.

Jimbaran, Badung Tag 1 – Die Suche beginnt

Unser erstes Reiseziel auf Bali war also Jimbaran, Badung, südlich von Kuta.

Jimbaran ist ein kleines Fischerdorf mit vielen kleinen Stränden. (Balikarte hier)

Zum Übernachten wählten wir, wie es in Indonesien häufig üblich ist, ein Homestay – das ist wie eine private Pension, manchmal sind es sogar Zimmer im Haus des Gastgebers. Die Aufteilung variiert je nach Homestay sehr stark. Gebucht haben wir über Airbnb : Willy’s Homestay. 

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Nur das nötigste: Bambus-Kleiderschrank in Willy’s Homestay

Unser Zimmer war ein kleiner Bungalow, nur mit dem nötigsten ausgestattet sowie einem eigenen Bad und einer kleinen Veranda.

Wir waren für die kurze Zeit trotz Ameisen und kalter Dusche zufrieden mit unserem Homestay – es hatte eine Klimaanlage und ein Bett und mehr braucht man ja eigentlich auch nicht ;).

Nach unserer Ankunft machten wir erstmal erstmal ein Nickerchen (wir waren zu diesem Zeitpunkt bereits 48 Stunden wach).

Abends brachen wir dann zu einem kurzen Strandbesuch auf. Der nächste Strand war der Balangan Beach – mit dem Roller 5 Minuten Wegzeit – wir waren allerdings noch zu Fuß unterwegs, also 30 min.

Laufen ist auf Bali sehr unüblich – Jeder hier hat immer mindestens 2 motorisierte Räder unter den Füßen. Dementsprechend war unserer erster Gang zum Strand nicht unbedingt angenehm. Im Gänsemarsch liefen wir hintereinander die enge Straße zum Strand hinunter während im Sekundentakt Roller und Autos hupend an uns vorbeizogen.

Balangan Beach

Am Strand angekommen machten sich gemischte Gefühle breit. Die breite Bucht, in der der Balangan Beach liegt, sah von den hoch oben liegenden Treppen, die wir gerade hinunterstiegen, zunächst traumhaft schön aus. Die Sonne hatte bereits begonnen, im Meer zu versinken und Wasser und Strand waren in ein romantisches Licht getaucht. Die Strandbuden waren an eine Art kleinen Hang gebaut und wirkten angenehm nostalgisch.

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Balangan Beach

Doch trotz seiner Schönheit wurde schnell klar: Dies ist nicht der perfekte Strand, den wir erwartet hatten. Die Sandbank erstreckte sich bis kurz vors Wasser. Danach kamen rutschige Steinplatten – wir haben nicht selten jemanden gesehen, der darauf ausgerutscht ist (Aua!). Im Wasser war der Boden dann mit Moss und Muscheln überdeckt, was das Laufen zusätzlich erschwerte.

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Balangan Beach

Egal! Jetzt waren wir hier, also zogen wir unsere Kleidung aus und tapsten vorsichtig über den rutschigen Boden ins Meer. Das Wasser war warm genug und wir gönnten uns eine kurze Abkühlung. Da wir beide allerdings ständig auf den Moosplatten ausrutschten und irgendwelche Moostierchen zwischen unseren Zehen zu wuseln schienen, trieb es uns dann noch schnell wieder aufs Land. Zum Baden nicht der optimale Strand.

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Warnung (Strandbude) am Balangan Beach

Zeit fürs Abendessen! Wir ließen uns in einer der Strandbuden nieder und aßen unsere erste Portion Nasi Gureng (= Gebratener Reis mit allerlei Gemüse und einem Spiegelei). Nach so einer langen Anreise und 16 Stunden ohne Nahrung, schmeckte mir das Strandbuden-Essen ungemein gut. Und das für nur 2 Euro inklusive Getränk.

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Aussicht aufs Meer – Ebbe am Balangan Beach

Beim Essen schauten wir auf die untergehende Sonne. Den Strand aus unserer Vorstellung hatten wir noch nicht gefunden, aber es war auch erst Tag 1 und die Aussicht auf das Meer und die untergehende Sonne nach der langen Anreise ließen uns erst einmal alles andere vergessen.

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Dream Beach, Tag 2

Getreu dem Motto der frühe Vogel fängt den Wurm hüpften wir am nächsten Morgen motiviert aus dem Bett, verzehrten unser sehr leckeres Frühstück in Willys Homestay und stiegen beschwingt auf unseren Leih-Roller. Unser Ziel : Dream Beach – vielleicht erwartete uns ja hier, wie der Name es versprach, wirklich unserer Traumstrand!

img_6694Die Fahrt zum Dream Beach war meine aller erste Rollerfahrt überhaupt und ich muss sagen, trotz anfänglicher Bedenken war es ein Riesen Spaß!

Am Dream Beach angekommen folgten wir einem etwas längeren Steg zum eigentlichen Strand. An den Steg angeschlossen waren lauter kleine Läden, in denen man Bekleidung, Tücher und Touristen-Schnickschnack kaufen konnte – kein gutes Zeichen!                        Die Befürchtung bewahrheitete sich; der Strand war voller Touries! Allerdings lag keiner von ihnen entspannt am Wasser – Sie alle waren nur da um Fotos zu machen. Und das nicht ohne Grund: Der Wellengang an dem winzigen Strand war sehr stark. Von einer kleinen Felsempore konnte man wunderbar sehen, wie sich die gigantischen Wellen hinter einem gegen die Felsen warfen. Einer nach dem anderen fotografierten die Touristen sich vor dem brausenden Hintergrund. Als ich an der Reihe war, hatten die Wellen wohl gerade Pause, typisch..

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Obwohl der Wellengang sehr stark, war entschieden wir uns das Wagnis einzugehen und uns unter die mutigen zu mischen, die sich ins Wasser trauten. Doch auch bei aller Vorsicht – kaum war ich bis zu den Knien im Wasser, kam eine riesige Welle und schleuderte mich zurück ans Ufer. Beim nächsten Versuch landete Joel gleich mit mir im Sand und musste mich dann festhalten, damit ich von dem sich zurückziehenden Wasser nicht wieder ins Meer gezogen wurde.

Überwältigt von der Kraft des Meeres, zogen wir uns ans Ufer zurück. Die Mittagssonne knallte mittlerweile richtig und wir machten uns auf den Weg nach Hause.

Der „Dream Beach“ in Jimbaran ist – auch wenn er klein ist und viele Touristen anlockt – dank des gewaltigen Wasserspiels wirklich einen Besuch wert. Definitiv näher an dem, was wir erwartet hatten. Nur zum entspannen ist er leider nicht so recht geeignet.

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Mittagessen – Veganes Restaurant

Leider haben wir beide den Namen des Restaurants vergessen, in das wir mittags einkehrten. Wenn ihr allerdings in Jimbaran richtig lecker und vegan essen wollt, orientiert euch einfach an Will’y Homestay! Von dort die Straße Richtung Balangan Beach nehmen und nach einer Minute mit dem Roller seht ihr schon ein großes Eingangstor, das nicht zu verfehlen ist! (Wenn ihr da wart, sagt mir doch bitte wie das Restaurant hieß ;))

Wir saßen in einem wunderschönen überdachten Innenhof und aßen Burger mit Kürbis-Bulette und dazu Süßkartoffelpommes mit Cashewmajo. Lecker!

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Pura Luhur Uluwatu Temple, Tag 3

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Uluwatu Tempel Klippe

Pura Luhur Uluwatu ist einer der bedeutendsten Tempel auf Bali. Der Uluwatu Temple, erbaut im 11.Jh, soll die Einwohner Balis vor Dämonen und bösen Geistern schützen.
Pura Luhur Uluwatu ist der Meeresgöttin Dewi Danu geweiht. Der Legende nach soll die Klippe auf dem der Uluwatu Tempel erbaut wurde, ein Schiff Dewi Danus gewesen sein, das einst zu Stein wurde. Mehr Informationen hier.

Wir fuhren von unserem Homestay etwa eine halbe Stunde zum Tempel. Wir hatten Glück und mussten während unseres ganzen Aufenthalts nur einmal eine viel befahrene Kreuzung passieren, an welcher einem noch einmal klar wurde, wie verrückt der Straßenverkehr auf Bali eigentlich ist! Die Fahrt war also auch diesmal sehr angenehm. (Zumindest für mich, Joel hatte seine Sonnenbrille vergessen und hatte mit dem Fahrtwind und den ihm ins Auge fliegenden Insekten zu kämpfen)

Das Tragen eines Tempel-Schals, sowie eines Sarongs sind Pflicht (siehe Foto). Beides konnte man sich am Eingang unkompliziert und kostenlos ausleihen.

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Pflichtkleidung: Tempel-Schal und Sarong
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Joel und ich am Eingang zur Tempelanlage

Affenzirkus

Außerdem wird man dringlichst dazu angehalten seine Habseligkeiten gut zu verstauen, da angeblich Banden von Affen auf der Anlage ihr Unwesen treiben und Touristen regelrecht ausrauben. Eine Freundin, die nur wenige Stunden nach uns mit ihrem Freund den Tempel besichtigte, berichtete uns, dass einer asiatischen Touristin ihr Handy von einem Makaken (so heißen die Affen) geklaut wurde und sie hilflos mitansehen musste, wie der Dieb mit ihrem teuren Smartphone in einem Baumwipfel verschwand.

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Tempelanlage

Allerdings waren wir noch vor Sonnenuntergang, gegen 16 Uhr, beim Tempel und haben weit und breit keinen einzigen Affen gesehen. Offenbar war ihnen zu der Tageszeit noch zu heiß, um mit uns zu spielen! Joel war ein wenig traurig darüber, ich muss sagen, das ich froh bin mein Handy behalten haben zu dürfen.

Der Tempel und vor allem die Aussicht von der 70 Meter hohen Felsenklippe aufs Meer waren auf jeden Fall sehenswert und es war angenehm, ein wenig herum spazieren zu können, ohne andauernd von einem Moped angehupt zu werden.

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Aussicht aufs Meer

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Alles von der Geschichte des Uluwatu Tempels, bis hin zu den Eintrittspreisen findet ihr -> hier

Abendessen mit Movienight – Café „La Passion“ 

Abends wurde es dann noch einmal richtig schön: In dem Café „La Passion“ aßen wir  gemütlich ein leckeres Abendessen, während im Hintergrund auf der Leinwand ein Surfer-Film lief. Wir hatten den wöchentlichen Filmeabend erwischt! Unseren letzten Abend hier rundeten wir mit 2 Flaschen Bintang – dem lokalen Bier – ab und fielen dann müde und voller Vorfreude auf unsere Weiterreise ins Bett. Unseren Traumstrand hatten wir zwar noch nicht gefunden, dafür blieb aber noch reichlich Zeit. Jetzt sollte es erst einmal ins Landesinnere gehen – zu den Reisfeldern. Nächster halt: Ubud 

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Hier gehts zu meinem Singapur – Beitrag!

Hier gehts zum zweiten Teil meines Bali – Reiseberichts! 

 

Veröffentlicht von

Hey there! My Name is Rina & this is my Blog. Visit my "About" page to find out more about me and darlingrina.com

34 thoughts on “Bali Teil 1 – Jimbaran und die Suche nach dem Traumstrand

  1. Hi Rina. Ich sitze gerade am Strand in Jimbaran Beach. Für mich ist er der Traumstrand, wenn man manch einer Strand in meinem Heimatland Australien nicht mitzählt. Schöner Beitrag, danke.

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    1. Chris! Schön von dir zu hören 🙂 Am Jimbaran Beach waren wir leider garnicht – unseren Traumstrand haben wir dann woanders gefunden. Wo verrate ich bald in meinem nächsten Post – also dran bleiben 😉 Und Australien kommt sicher auch bald! Ich wünsche euch noch eine wundervolle Zeit auf Bali !! 🌸

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